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15/03/2022

Zwei aktuelle Studien aus Deutschland und Australien beleuchten die Wirkungen von kollegialer Beratung im Bereich der Pflege

Kollegiale Beratung in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung

In der Zeitschrift PADUA skizzieren Sandra Seitz und Prof. Dr. Christine Brendebach (2022) eine Begleitstudie mit dem Fokus, wie sich kollegiale Beratung nach dem Modell von Dr. Kim-Oliver Tietze auf Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege auswirkt. Insgesamt 29 Auszubildende einer Berufsfachschule für Krankenpflege in Bayern wurden an die Methodik herangeführt. Sie praktizierten kollegiale Beratung autonom in Gruppen über sieben Monate hinweg. Mittels Online-Fragebogen gaben die Teilnehmenden ihre Bewertungen jeweils zu Beginn (nach methodischen Einführung) und am Ende dieses Zeitraums ab.

Die Auswertung der Begleitstudie zeigt den Autorinnen zufolge, »dass die Auszubildenden das Instrument Kollegiale Beratung primär dafür nutzen, um sich über emotional belastende Situationen auszutauschen und erlebte Geschehnisse aus der Praxis damit aufarbeiten«. Darüber hinaus ergaben sich »Hinweise auf positive Veränderungen bei der Lösung von berufsbezogenen Praxisproblemen, einer verbesserten Reflexionsfähigkeit und einer Stärkung der interaktionalen Kompetenz. Signifikant hat sich die Arbeitsqualität, die Teamarbeit und die Eigen- sowie Fremdreflexion verbessert«.

Seitz, S., & Brendebach, C. (2022). Kollegiale Beratung in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung: Eine wirksame Methode seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. PADUA, 17(1), 31–36. doi:10.1024/1861-6186/a000658


Kollegiale Beratung für kommunale Gesundheitspflegerinnen

In einer Studie aus Australien untersuchten Tracey Tulleners und Kolleginnen (2022), welche Erfahrungen »kommunale Gesundheitspfleger:innen« mit der Teilnahme an kollegialer Beratung gemacht haben. Das Berufsbild der Community Health Nurse ist in Deutschland noch nicht verbreitet. Dessen Einführung wurde jedoch als Vorhaben in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung von 2021 aufgenommen.

In Tiefeninterviews wurden 13 kommunale Gesundheitspflegerinnen nach ihren Erfahrungen mit kollegialer Beratung befragt. Die hermeneutische Datenauswertung erbrachte drei Perspektiven. Die erste Perspektive unterstreicht den Wert von kollegialer Beratung für die Teilnehmenden: die entstandene Verbundenheit und Gemeinschaft, die Stärkung des Selbstwerts sowie das Lernen aus Feedback. Die zweite Perspektive beinhaltet das Erleben von einzigartiger Unterstützung sowie von Vertrauen und Vertraulichkeit innerhalb der Gruppe. Die dritte Perspektive der »game changer« betont zum einen die Bedeutungen von Regeln und Struktur sowie eines vertraulichen und geschützten Gruppenklimas für das Gelingen von kollegialer Beratung. Ein Resümee der Autorinnen lautet, dass kollegiale Beratung mit ihren Leitregeln in der Praxis als effektiv angesehen wird.

Tulleners, T., Taylor, M., & Campbell, C. (2022). Peer group clinical supervision for community health nurses: Perspectives from an interpretive hermeneutic study. Journal of Nursing Management, 30(3), 684–693. doi:10.1111/jonm.13535

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